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Tennis - Spiel

  InfoMaterialTechnikSpiel  
 

Aufschlag
Beim Aufschlag hat der Aufschläger abwechselnd hinter der rechten und der linken Hälfte des Platzes zu stehen, beginnend mit der rechten Hälfte in jedem Spiel.

Der Aufschlagball muss das Netz überfliegen und den Boden innerhalb des schräg gegenüberliegenden Aufschlagfeldes oder eine der Linien berühren, die dieses Feld begrenzen, bevor der Rückschläger den Ball zurückschlägt.

Zählweise

  • 3 Gewinnsätze
  • Satz hat 6 Spiele


In den Ballhäusern wurde schon im 13. und 14. Jahrhundert um Geld (Sous) gespielt. Für jeden Fehler gab es 15 Sous. Dies war die Zählweise für ein Spiel: 0, 15, 30, 45. So entstand der Zählmodus 0, 15, 30, 40 und Spielgewinn bzw. Einstand (bei 40:40). Dass aus dem fortyfive (für drei Punkte) schliesslich forty wurde, mag reiner Bequemlichkeit englischer Schiedsrichter entsprungen sein. Dem All England Tennis Club diente das Zählen schliesslich als Argument, die Frauen vom Turnier in Wimbledon fernzuhalten: Das Weib sei für ein solch hartes Spiel zu schwach und sei wohl kaum in der Lage, auch nur die Tenniszählweise zu begreifen.

Zum Spielgewinn sind 2 Punkte Abstand erforderlich. Nach jedem Spiel (Game) wechselt das Aufschlagrecht zum Gegner; nach jedem ungeraden Spiel im Satz (d.h. Gesamtzahl der Aufschlagspiele, also 1., 3., 5. etc.) erfolgt ein Seitenwechsel.

Ein Satz (Set) umfasst sechs gewonnene Spiele (bei zwei Spielen Abstand); bei Gleichstand (6:6) kommt es zum Tiebreak. Hier wird von 1 bis 7 gezählt, der beginnende Spieler hat einen Aufschlag, danach abwechselnd jeder zwei. Nach 6 gespielten Punkten wird die Seite gewechselt. Auch im Tiebreak muss der Sieger 2 Punkte Vorsprung haben.

Ein Match wird bei den Männern häufig über drei Gewinnsätze, bei den Frauen über zwei Gewinnsätze gespielt. Im Tennis-Circle spielt man grundsätzlich auf 3 Gewinnsätze.

Taktik
Unter Taktik versteht man das geistige (kognitive) Spiel mit seinem Gegner unter Beachtung seiner eigenen Technik, Kondition und Psyche sowie dieser Eigenschaften des Gegners.

Grundsätze:
  • Man kann niemals so viele direkte Punkte machen, um ein Match zu gewinnen.
  • Man kann aber immer so viele Fehler machen, um ein Match zu verlieren.
  • Ein taktisch guter Spieler macht sehr wenig leichte Fehler (sog. unforced errors).
  • Ein taktisch guter Spieler spielt den Ball so zurück, daß der Gegenspieler keinen direkten Punkt machen kann
  • -> Tennis ist kein Spiel der Gewinnschläge, sondern der Fehler!!!


Ziele:
  • von der Grundlinie aus keine Fehler machen
  • den Gegner von der Grundlinie durch wirkungsvolles Spiel zu Fehlern zwingen
  • direkte Punkte aus dem Mittelfeld, am Netz und bei Passierschlägen machen


Die taktisch wichtigsten Schläge sind der Aufschlag (!) und der Return (im Doppel Vorhand)

Tips:
  • Versuchen Sie immer, so wenig Fehler wie möglich zu machen, also halten Sie den Ball so lange wie möglich im Spiel. Wer diesen Grundsatz einmal begriffen hat, wird den wohl größten Schritt seiner Tenniskarriere machen!!!
  • Versuchen Sie nicht, den Ball möglichst flach über das Netz zu spielen, sondern spielen Sie den Ball prinzipiell mit 1-1,5 Metern Abstand über das Netz.
  • Versuchen Sie bei besonders druckvoll spielenden Gegnern, die Bälle sehr hoch und lang (sog. Mondbälle) über das Netz zu spielen, damit der Gegner das Tempo aus seinen Bällen nehmen muß. Achten Sie hierbei darauf, daß ihre Bälle auch wirklich lang und vor allem hoch sind und daß Sie keine Fehler machen!
  • Wenn Sie ein Meden- oder Turnierspieler sind, sollten Sie täglich mindestens 180 Aufschläge (ca. 3 Eimer mit Bällen) machen! Schließlich kann ein Spieler, der ein ganzes Match lang nur Asse schlägt, nicht verlieren, da er mindestens die Hälfte aller Punkte für sich entscheidet. Außerdem ist der Aufschlag der einzige Schlag, der vom Gegner nicht beeinflußt werden kann.


Optimale Platzabdeckung:
Die sog. "Drehscheibenposition" sollte immer auf der Winkelhalbierenden des gegnerischen Streuwinkels (nicht immer die Mitte!) eingenommen werden.
In den folgenden drei Graphiken werden die drei extremsten Platzierungsmöglichkeiten dargestellt. Spieler A hat den Ball zu Spieler B gespielt und auf der Winkelhalbierenden Position bezogen. Spieler A hat das Feld optimal abgedeckt.



Aus diesen Graphiken lassen sich folgende Grundsätze für das Taktische Verhalten ableiten:
  • Bei Grundlinienduellen sollte der Ball prinzipiell immer cross gespielt werden (außer, wenn der Gegner in der anderen Ecke steht), weil...
    • ...bei longline gespielten Bällen der Weg bis zur Winkelhalbierenden länger ist
    • ...das Netz in der Mitte niedriger ist -> mehr Sicherheit
    • ...das diagonale Zielfeld größer ist -> mehr Sicherheit
    [Tip: Schlagen Sie mal zu zweit ein paar lange Bälle. Spieler A spielt immer cross, Spieler B immer longline. Sie werden sehen, daß derjenige, der immer longline spielt, viel mehr laufen muß!]
  • Bei Angriffsbällen sollte der Ball prinzipiell immer longline gespielt werden, weil der Weg auf die Drehscheibenposition am Netz wesentlich schneller zu erreichen ist. [Tip: Laufen Sie nach dem Spielen eines Angriffsballs einfach immer ihrem Ball hinterher, dann erreichen Sie automatisch die Drehscheibenposition am Netz!]


Das komplette Regelwerk findest Du unter:
http://www.tennisregeln.eu/